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Bibelgarten im März: Judasbaum

Bibelgarten im März: Judasbaum
Bibelgarten im März: Judasbaum

Judasbaum Cercis siliquastrum

Im Bibelgarten von St. Peter und Paul  befinden sich viele Pflanzen, die einen Bezug zur Bibel haben. Andere wiederum haben einen Namen, der sich auf eine Person in der Bibel bezieht. 

Dazu gehört der Judasbaum, der uns - neben dem Mandelbaum - als erster bereits Ende März mit seinen leuchtenden hell-violetten Blüten erfreut. Eine Seltenheit: Die Blüten wachsen am Stamm und am mehrjährigen Holz. Der Judasbaum gehört zur Familie der Johannisbrotgewächse. Im Bibelgarten ist er hinter dem Pfarrhaus, auf der Seite des Labyrinths, zu finden. 

Der Name geht auf eine Legende zurück, nach der sich Judas Ischariot nach seinem Verrat an Jesus an einem solchen Baum erhängt hat. Wenn der Schöpfer dann den Baum erblühen lässt, spricht das für seine Barmherzigkeit. 

Ein eindrucksvolles Bild für diese unermessliche Barmherzigkeit Gottes ist auf einem romanischen Kapitell in Vézelay, in Burgund,  zu sehen. Der Auferstandene nimmt, dem guten Hirten gleich, den toten Judas vom Baum. Papst Franziskus hat sich mehrmals in seinen Predigten auf dieses Kapitell bezogen: “Die Barmherzigkeit ist ein Geheimnis; sie ist das Geheimnis Gottes.” 

Der Künstler von Vézelay hat die Botschaft der Barmherzigkeit in Stein gemeißelt:

“Er wagt es, Jesus beim Wort zu nehmen, er meißelt aus hartem Stein ein Bild tröstlicher Hoffnung, einen guten Menschen, der Judas vom Strick nimmt, einen guten Mann, der ihn auf seine Schulter nimmt, einen guten Hirten, der ihn heimträgt” 

Hans Kremer

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