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Bibelgarten im September: Pfaffenhütchen

Bibelgarten im September: Pfaffenhütchen
Bibelgarten im September: Pfaffenhütchen
© Wolfgang Kessels

Gewöhnliches Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Ein recht unauffälliger Strauch ist das Pfaffenhütchen neben der Hütte im Bibelgarten. Erst im Herbst zeigt die Pflanze ihre ganze Schönheit. Dann bezaubern filigrane pinkfarbene Kapselfrüchte mit orangenen Samen die Besucher. Die Form der Samen erinnert an das Birett katholischer Priester früherer Zeiten. Daher kommt der Name “Pfaffenhütchen”, mit dem die Pflanze zu den Symbolpflanzen des Bibelgartens gehört. 

In manchen Regionen wird das Pfaffenhütchen auch als “Rotkelchenbrot” bezeichnet, nachdem die Samen im Winter begehrte Nahrung für Vögel sind. 

Zu beachten ist, dass sämtliche grüne Teile der Pflanze hochgiftig sind. Hildegard von Bingen empfiehlt,  Asche aus der Rinde des Strauches, in Wein gekocht, gegen Wassersucht, Milz- und Magenbeschwerden.

Das feine Holz des Pfaffenhütchen-Strauches eignet sich gut zum Drechseln. Es wurde früher gerne zum Herstellen von Spindeln verwendet (“Spindelstrauch”). 

vollendet schön

Ein Hauch von Göttlichkeit
schwebt in der Luft,
ein Ahnen, ein Staunen.
Es singen erfüllte Lebenskreise
im Streicheln des Herbstwindes,
wenn Sehnen Zufriedenheit weicht.
Satter Duft der Reife
vollendeter Schönheit.
Die ganze Schöpfung wispert:
Ich-bin-der-ich-bin-da!
Alles überflutende Dankbarkeit.

Maria Sassin
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