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Das nicht Greifbare greifbar machen

Das nicht Greifbare greifbar machen
Das nicht Greifbare greifbar machen
© Annerose Sterzel

St. Gabriel, Tageseinrichtung für Kinder, in Wiesbaden-Schierstein, kann auf eine über 120 jährige Geschichte zurückblicken. Seither entwickelte sich die Einrichtung kontinuierlich weiter. Wir bieten Lebensraum für Kinder und deren Familien und orientieren uns hierbei am christlichen Glauben und Menschenbild. Werte und Normen des christlichen Glaubens sind elementarer Bestandteil der ganzjährigen pädagogischen Arbeit. Ebenso gehört es dazu, die christlichen Feste mit den Kindern und Familien zu feiern.

Greifbar und verständlich zu machen – sprich sie aktiv zu erleben: das schaffen wir unter anderem durch regelmäßige religionspädagogische Angebote in gruppen- und altersübergreifenden Einheiten, basierend auf der Legetechnik nach Franz Kett. Hier werden durch das gemeinsame Legen von Bodenbildern mit Hilfe von taktil ansprechenden, symbolischen Materialien, Geschichten greifbar gemacht. Die Kinder lernen nicht nur die Bedeutung der christlichen Feste, sondern auch die Selbstbeziehung, die Beziehung untereinander, die Beziehung zur Welt, die Beziehung mit der Zeit, bis hin zur Gottesbeziehung.

Ein jährlich wiederkehrendes Angebot in unserem Haus ist Beispielsweise die Weihnachtsgeschichte. In vier Einheiten wird in der Vorweihnachtszeit die Geschichte von der schwangeren Maria und ihrem Mann Josef erzählt.

Wie Kaiser Augustus den Befehl der Zählung aussprach und jeder zu seinem Geburtsort zurückgehen sollte. Was ist ein Kaiser? Vergleichbar mit einem König? Also hat er eine Krone und ein „Reich“ mit vielen Häusern und Menschen um sich herum.

Maria und Josef machten sich auf einen weiten Weg. Der Weg ist soo weit... Was finden wir alles auf einem Weg…? Steine, Äste…?! Diese Dinge können die Kinder ebenfalls auf den Weg legen und bekommen so einen, für sie nachvollziehbaren Bezug. Begleitet von ihrem Esel, bis hin zum Stall, in dem sie endlich Zuflucht finden. Nun haben sie ein Dach über dem Kopf. Könnt ihr euch vorstellen, in einem Stall zu schlafen – nicht in einem Haus? Und es befinden sich noch andere Tiere im Stall. Welche Tiere leben in einem Stall? Welche stellen wir dazu? Ein Engel erleuchtet die Nacht, der die frohe Botschaft von Jesu Geburt verkündet. Wie stellt ihr euch einen Engel vor? (Dabei entstanden wunderbare, von den Kindern gemalte Engelbilder) Noch mehr Menschen machen sich auf die weite Reise und folgen dem Stern. Am Ende erreichen alle den Stall und begrüßen freudig Gottes Sohn.

Im Anschluss einer jeden Einheit wird das Erarbeitete für alle Besucher der Einrichtung in einer Vitrine ausgestellt. So setzt sich alles Stück für Stück zusammen und wächst zu einer ganzen Erlebnisreise.

Nicole Allinger, pädagogische Fachkraft

Die Arche Noah – Hoffnung in schwierigen Zeiten

© Annerose Sterzel

Durchgeführt in Frühjahr 2021

Wir alle müssen in dieser Zeit große Einschränkungen mitmachen; wir Erwachsene, aber auch die Kinder. „Gibt es jemals wieder so eine Normalität wie früher?“, fragt sich sicher der ein oder andere, und träumt von längst vergangenen Zeiten.

Die Kinder unserer Kita St. Gabriel haben nicht geträumt, gemeckert oder demonstriert, sie haben nach Antworten gesucht. Antworten, die Hoffnung machen.

Gemeinsam mit Frau Allinger, Erzieherin und Religionspädagogin in St. Gabriel, haben sie trotz Einhaltung aller Hygienemaßnahmen die Hoffnungsgeschichte Arche Noah gehört und künstlerisch umgesetzt.

© Annerose Sterzel

Trotz all der Unwägbarkeiten um ihn herum verlässt sich Noah auf Gottes Zusage. Mit dieser großen „Hoffnung im Gepäck“ blickt er nach vorn, glaubt an eine verheißungsvolle Zukunft - und baut die Arche. Und dann heißt es warten, warten, warten und geduldig sein – „eingesperrt“ mit Großfamilie und den vielen Tieren - auf dem Schiff. Sicher eine stürmische, nicht immer einfache Angelegenheit.

Und dann - Was wird ihn und seine Familie erwarten, wenn er wieder festen Boden unter den Füßen hat? Was wird uns erwarten, wenn wir den Drachen Corona irgendwann einmal im Griff haben?

Gott schickt Noah einen Regenbogen – ein Hoffnungszeichen.

Regenbögen erscheinen nicht an Super-Sonnentagen, sondern an trüben Regentagen mit wolkenschwerem Himmel. Durch das Dunkel strahlen sie mit einer Leuchtkraft auf, dass, egal wie alt wir werden, sie immer wieder bestaunen.

Anja Schneider-Siebert, Kitaleiterin St. Gabriel

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