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Feige im Bibelgarten

Feige im Bibelgarten
Feige im Bibelgarten

… und ein jeder sitzt unter seinem Weinstock
und unter seinem Feigenbaum und niemand
schreckt ihn auf.
Ja, der Mund des HERRN der Heerscharen
hat gesprochen.
             (Mi 4,4)

Zuckersüss sind sie, die Feigen, die nach und nach jetzt im Bibelgarten reifen. 
Mit dem sprichwörtlichen Feigenblatt ist der Feigenbaum die erste Pflanze, die in der Bibel erwähnt wird. Sie hat ihren Auftritt in der Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies Gen 3,1-7,23). Die Feige zählt zu den "Sieben Früchten Kanaans”, die für den Segen und die von Gott verheißene Fülle stehen, was denjenigen erwartet, der auf Gott vertraut (Dtn 8,7-8). 

Unter einem Feigenbaum und einem Weinstock zu sitzen ist ein altes biblisches Friedensbild (siehe Micha-Text oben). Verweilen Sie auf der Bank im Bibelgarten unter dem Feigenbaum und der Rebe und Sie werden die Erfahrung eines Ortes machen können, der von Gottes “Schalom” umgeben ist.  

Wegen der süßen Früchte, die sich gut trocknen und damit konservieren lassen, wurden Feigenbäume bereits vor 7000 Jahren angebaut. Der Baum ist anspruchslos und wächst auf trockenen und steinigen Böden. Sein Holz eignet sich für Bauzwecke. 

Die meisten heute gezüchteten Feigenbäume sind nicht auf Befruchtung angewiesen, die ursprünglich durch die Feigengallwespe erfolgt. Am Feigenbaum sind gleichzeitig drei Generationen von Blütenständen vorhanden, “Frühfeigen”, die wie kleine grüne Feigen aussehen, neben reifenden und bereits süssen Feigen. Die Blüte befindet sich in der kleinen Feige. 

Als Jesus kurz vor dem Passahfest einen Feigenbaum sah, der zwar prächtigen Wuchs und schon Blätter trug, aber keine Früchte hatte, verfluchte er den Baum und dieser verdorrte sogleich (Mt 21,19-20).  Zu dieser Jahreszeit waren normalerweise wenigstens die Vorfeigen am Baum zu finden. Hier fehlten sie;  hier sind auch in der nächsten Generation keine Früchte zu erwarten. Jesus macht deutlich, dass keine Frucht wachsen kann, wenn das Vertrauen in Gott und in die Kraft des Gebetes fehlen. 

Gabriele Socher-Schulz

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