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Tausend Euro für eine „Kürbissuppe to go“

Tausend Euro für eine „Kürbissuppe to go“
Tausend Euro für eine „Kürbissuppe to go“
© Gabi Wegerich

„101 Gäste und Mitwirkende im Alter von sechs Monaten bis achtzig Jahren ...“ (WK vom 24.09.2002): Von solchen Eine-Welt-Essen können wir am Kirchort St. Hedwig nur noch träumen …

Die Zeiten haben sich gründlich geändert und Corona macht zudem gerne einen Strich durch Planungen. Die kreative Alternative zum geplanten Eine-Welt-Essen war, die „Kürbissuppe“, d. h. alle Zutaten und Gewürze samt Rezept und Serviette in eine „Friedenstüte“ für Malawi zu packen. Dazu kamen tiefgefrorene Rote-Linsen-Bällchen, eine Süßigkeit, ein Gebet und eine kleine Friedensgeschichte. Die Tüten wurden nach dem Gottesdienst am 21. November 2021 gegen Spende abgegeben. Kochen mussten die „Tütenerwerber*innen“ zu Hause selber.

© Gabi Wegerich

Nach den einleitenden Worten von Gemeindereferentin Susanne Hering zu Beginn des Gottesdienstes, gab Stella Goldau-Caputula interessante Informationen zu den Entwicklungsprojekten, die der gemeinnützige Wiesbadener Verein „You are not alone e. V.“ in Malawi aufgebaut hat. Frau Caputula, Initiatorin des Vereins, hat selber Wurzeln in dem süd-ostafrikanischen Land und es ist ihr eine Herzensangelegenheit, im Heimatland ihres Vaters zu wirken. Die Arbeit vor Ort ist vielseitig und umfasst u. a. den Bau von Schulen und Kindergärten, Brunnenbau, Erste-Hilfe-Stationen, Hilfe für Frauen und Aids-Waisen und unterstützt die Menschen zur Selbsthilfe. Die Gottesdienstgemeinde hat im Anschluss an die Infos zusammen Messe gefeiert und das Brot geteilt. Nach dem Segen empfahl Pfr. Ginter  am Eine-Welt-Laden und den Tüten nicht achtlos vorbei-zugehen, doch der Kirchort St. Hedwig erstaunt selbst das Eine-Welt-Laden-Team und den Familienkreis immer wieder mit seiner Spendenbereitschaft, seiner Solidarität und dem Zusammenhalt, und das seit fast 40 Jahren Eine-Welt-Essen! Es kam eine Spende von 1000 € für den Verein „You are not alone“ zusammen (incl. der Mehreinnahmen aus dem EW-Laden und einer Sonderspende) – und das unter Corona-Bedingungen mit weniger Gottesdienstteil-nehmer*innen. (Im September 2002 betrug der Erlös 800 €!, lt. WK)

Aber nicht nur das Kochteam war kreativ: Es gab auch Kleinstgruppen von zwei Personen, die aus zwei Tüten gemeinsam eine Suppe gekocht haben. Sie haben den Namen des Vereins spontan und konkret umgesetzt: „You are not alone!“ So wurde an diesem Sonntag nicht nur das Brot in der Eucharistie geteilt, sondern noch viel mehr! Ein großes Dankeschön geht an alle Beteiligten!

Was mit der Spende in Malawi weiter finanziert werden kann, wird uns Stella Caputula nach ihrem nächsten Aufenthalt dort berichten.

Gabriele Wegerich

© Gabi Wegerich

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