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Warum nicht mal flotte Lieder im Gottesdienst?

Kirchenkabarret
Warum nicht mal flotte Lieder im Gottesdienst?
Warum nicht mal flotte Lieder im Gottesdienst?
© Wolfgang Rollig
© Wolfgang Rollig

Mit einer ganzen Reihe von Vorschlägen für flotte, zeitgemäße Schlagermelodien für den Gottesdienst, die das Gotteslob nicht kennt, wartete der bekannte Kabarettist Detlev Schönauer auf und zog auch mit seinem brillianten Klavierspiel das Publikum auf seine Seite. 140 Besucher waren zu „Suppe, Wein und himmlische Spitzen“ am 18. Juni 2019 nach St. Klara gekommen, um Detlev Schönauer in seiner Paraderolle als launigen Kneipenwirt Jaques zu erleben. Fast zwei Stunden hielt er den nicht nur aus St. Klara, sondern aus der ganzen Stadt gekommenen Zuhörern den kritischen Spiegel ihres christlichen Lebens vor und wurde dafür mit lebhaftem Beifall belohnt. Viele aus dem Publikum vermissten allerdings ein Eingehen auf die derzeit aktuellen Themen in der katholischen Kirche wie dem akuten Priestermangel oder die Missbrauchsproblematik – Schönauer war vielen einfach zu brav, es fehlte der „Biss“. Doch das tat dem positiven Gesamteindruck keinen Abbruch.

Keine Einwende gab es hingegen gegen die sechs verschiedenen leckeren Suppen, die wieder von fleißigen Köchinnen und einem Koch aus der Gemeinde frisch zubereitet in der Pause angeboten wurden und von den Besuchern fast restlos aufgegessen wurden.

Kirchenkabarett in St. Klara im 7. Jahr wieder ein voller Erfolg

© Wolfgang Rollig

Auch dem Wein der Weingüter Bretz (Bechtholzheim) und Hirschmann (Mittelheim) wurde tüchtig zugesprochen – und bei der Hitze des Tages löschte der Inhalt von zwölf Kästen Mineralwasser den Brand der durstigen Kehlen.

Dr. Rollig, der die Gäste begrüßte und die Moderation übernahm, wies darauf hin, dass neben den Gästen im Saal ausschließlich ehrenamtliche Helfer von St. Klara anwesend waren. Von den Hauptamtlichen der Pfarrei hatte niemand den Weg nach St. Klara gefunden, eigentlich schade. Den Suppenköchinnen und dem Koch wurde am Ende der Veranstaltung mit lautem Beifall und je einer gelben Rose gedankt.

Dank des kräftigen Zupackens des Helferteams war das Gemeindezentrum St. Klara kurz vor Mitternacht wieder vollkommen aufgeräumt und zum Mittwochsgottesdienst am folgenden Morgen bereit.

Wolfgang Rollig