Ausgabe 38/2026
LebensZeichen 38/2026
NachdenkZeichen
Wir merken es alle: Die Zeiten haben sich geändert und zwar deutlich. Das können wir in der Gesellschaft, aber wahrscheinlich mehr noch in der Kirche feststellen. Es ist heute kein Selbstläufer mehr, dass Kinder getauft werden. Kirche ist nicht mehr selbstverständlich im Horizont bei der Familiengründung, in den Familien, bei der Eheschließung und in einem Sterbefall. Wir sind einer von vielen Playern und oft der erste, der hinten anstehen muss, wenn es zu Interessenkonflikten mit Hobbies und dem Beruf kommt. Vielleicht sind wir auch lange Zeit zu fordernd aufgetreten, haben zu strenge Regeln aufgestellt, die man alle erfüllen soll, wenn man z. B. ein Sakrament erbittet.
Die Menschen haben sich von uns als Kirche emanzipiert: Wenn es nicht (zu uns) passt, dann lassen wir es eben.
Das kann man beklagen oder aber versuchen, neue Wege zu gehen, die diese Veränderungen ernst nehmen.
Im Gespräch höre ich oft die Strategie: Wir müssen mehr dies oder das..
Wir müssen dieses oder jenes anbieten, dann wird es wieder so wie früher.
Noch mehr und noch mehr..
Ich habe oft den Eindruck, dass wir so die Menschen noch weniger erreichen. Als Mutter von vier auch kirchlich sozialisierten Söhnen, die allesamt noch musikalisch und sportlich engagiert sind, und im Bewusstsein, dass es heute viel mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt als zu meiner Kindheit und Jugend, meine ich, dass wir den Familien mit mehr Verständnis entgegenkommen sollten. Diese Zeit verlangt Eltern einiges ab: Mehr Präsenz in Schule und bei Freizeitaktivitäten, Berufstätigkeit und Familie unter einen Hut zu bringen, mehr Alleinerziehende, steigende Zahl verhaltensauffälliger Kinder, die eigene Belastbarkeit wird geringer, und immer up to date sein ...
Das sollten wir als Kirche im Blick haben.
Jesus hat sich immer dem Menschen zugewandt, er hat ihn gesehen in allem, was ihn umtreibt. Und er hat keine neuen verschärften Regeln aufgestellt, sondern ein Wort des Verständnis gesagt, das die Seele entlastete und gesund werden ließ.
Begleitung, Zuwendung und Verständnis statt Überforderung und Verurteilung, vielleicht ist das 2026 die angemessenere Devise.
Gott gibt das Seine dazu.
Marianne Brantzen, Pastoralreferentin
ErstkommunionZeichen
Der neue Kommunionkurs beginnt mit einem Elternabend am Montag, 28. oder Mittwoch, 30. September, jeweils um 19:30 Uhr im Alfred-Delp-Haus.
Wenn Ihr Kind in der dritten Klasse ist, oder Sie Kinder in dem Alter kennen, sagen Sie den Termin gerne weiter.
Fragen und Mitteilungen bitte unter: Der neue Kommunionkurs beginnt mit einem Elternabend am Montag, 28. oder Mittwoch, 30. September,
jeweils um 19.30 Uhr im Alfred-Delp-Haus.
Wenn Ihr Kind in der dritten Klasse ist, oder Sie Kinder in dem Alter kennen, sagen Sie den
Termin gerne weiter.
Fragen und Mitteilungen bitte unter: erstkommunion@wiesbaden.bistumlimburg.de
Straßensperrung und Parplatzsituation rund ums Affred-Delp-Haus
Planen Sie bitte zur Anfahrt genügend Zeit ein oder kommen Sie mit öffentlichen Verkkehrsmittels, zu Fuß oder mit dem Rad.
JubiläumsZeichen
150. Weihetag der St. Marienkirche Wiesbaden-Biebrich
Mit dem ersten Oktoberwochenende endet das Jubiläumsjahr der St. Marienkirche in Wiesbaden-Biebrich. Bereits freitags abends um 18:00 Uhr wird Herr Dr. Faber in der Marienkirche einen Vortrag (mit anschließendem Umtrunk im Gemeindehaus) zum 150-jährigen Bestehen der Kirche halten.
Am Sonntag, den 4. Oktober feiert der katholische Kirchort St. Marien Wiesbaden-Biebrich, um 11:00 Uhr einen Festgottesdienst zum 150. Weihetag der Marien-kirche.
Im Hochamt erklingt die Messe in D-Dur von Antonin Dvorak in der Fassung für Chor und Orchester. Weiter werden die Kompositionen „Ein Haus voll Glorie schauet" und das festliches „Halleluja" von Christopher Tambling ertönen.
Es singt der Projektchor der Pfarrei St. Peter und Paul, der der Kirchort St. Marien angehört.
Solisten
- Astrid Mann, Sopran,
- Heilswint Hausmann, Alt
- Sebastian Munsch, Tenor
- Burkhard Mayer, Bass
- Wolfgang Nickel, Orgel
Die Gesamtleitung hat Friederike Nickel.
Zu diesem besonderen Weihetag wurde eine Festschrift aufgelegt, die an beiden Tagen käuflich zu erwerben ist.
LiturgieZeichen
27. Sonntag im Jahreskreis
Vorabendmessen, 3. Oktober 2026
| 18:00 Uhr | Herz Jesu (H. Daubner) Wort-Gottes-Feier; St. Josef (P. Joy); St. Klara (Pfr. Ginter) |
Sonntagsmessen, 4. Oktober 2026
| 11:00 Uhr | St. Marien gemeinsamer Festgottesdienst der gesamten Pfarrei zum 150-jährigen Jubiläum von St. Marien, mit Aufführung der D-Dur Messe von Antonfn Dvorak für Chor und Orchester |
| 12:00 Uhr | St. Kilian (P. Kristijan) kroatischer Gemeinde |
Notfallhandynummer für Versehgänge und Krankensalbung: 0177/4110753 (Dienstag bis Sonntag, 9 bis 16 Uhr)