Ministrantenausflug nach Limburg an der Lahn

Am Samstag, 21. März 2026 machte sich eine Gruppe von etwa 20 Minis auf den Weg nach Limburg, um Stadt und Dom kennenzulernen.

Am Samstag, 21. März 2026 machte sich eine Gruppe von 20 Personen auf den Weg nach Limburg: Unser Diakon Uwe Groß hatte diese Fahrt organisiert und Messdienerinnen und Messdiener aus insgesamt sechs unserer Kirchorte – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – waren der Einladung gefolgt. Wir trafen uns morgens am Wiesbadener Hauptbahnhof und fuhren gemeinsam mit dem Zug in die „Hauptstadt“ unseres Bistums. Für manche war es der erste Besuch überhaupt, andere kannten Stadt und Dom bereits, doch auch für sie gab es noch Neues zu entdecken.

Beim kurzen Spaziergang vom Bahnhof zum Dom kamen wir am Georgsbrunnen vorbei und unser Diakon nutzte die Gelegenheit, den Schutzpatron unseres Bistums vorzustellen als einen Mann, der „keine halben Sachen macht“, sondern das Böse – dargestellt in Form eines Drachens – tötet: ein Zeichen dafür, dass das Gute immer stärker ist als das Böse. 

Bei feinstem Frühlingswetter ging es die Treppen hinauf zum Domplatz, wo sich unsere Hauptkirche nur fast von ihrer schönsten Seite zeigte: Große Netze an der Fassade sind momentan erforderlich, um Besucher vor eventuell herabfallenden Teilen von Putz zu schützen, bis nächstes Jahr mit der Renovierung der Fassade begonnen werden soll. Unser Diakon erläuterte, was eine Kathedrale von einer gewöhnlichen Kirche unterscheidet, und dass unser Bistum mit seiner Gründung im Jahr 1827 noch ein ganz junges Bistum ist. 

Wir trafen auf Schwester Waltraud, eine Ordensschwester der Gemeinschaft „Die Geistliche Familie – Das Werk“, die unsere Gruppe durch den Dom führte und dabei auf alle Fragen einging. Nicht nur die reinen Fakten zum fast 800 Jahre alten Gebäude wusste sie interessant zu erklären, sondern wies immer auch auf kleine Details hin, die manchen von uns vielleicht gar nicht ins Auge gefallen wären. Auf dem Rundgang über die Empore beeindruckte besonders die imposante Klais-Orgel, welche stilistische Elemente wie Bögen und Säulen des historischen Gebäudes aufgreift, und die farbenfrohen Fenster, das große Rosettenfenster oberhalb des Portals oder die moderne Darstellung von Jesus am Kreuz, der hell weiß strahlt, so dass man im gekreuzigten bereits den auferstandenen Christus sehen kann. Bei einem kleinen Modell des Doms ließ sich die kreuzförmige Anlage der Kathedrale mit ihren 7 Kirchtürmen gut erkennen. Auffällig waren auch die vielen Altäre an verschiedenen Stellen in der Kirche, an denen mehrere Priester bei Bedarf gleichzeitig ihre täglichen Messen feiern können.

Schwester Waltraud führte uns nun in die Sakristei, die natürlich ganz erheblich geräumiger ist als die, welche wir von unseren Kirchorten kennen. Die Ministranten haben einen eigenen, großen Bereich, die Zelebranten ebenfalls, und es gibt noch eine separate Sakristei speziell für den Bischof. Dort hatte man für unseren Besuch den bedeutendsten Schatz des Doms ausgestellt: die Kreuzreliquie – vor der wir alle in Stille verweilten und dann gemeinsam das Vaterunser beteten. Inzwischen war es fast 12 Uhr, so dass wir noch den „Engel des Herrn“ im Dom gemeinsam beten konnten, bevor wir uns von Schwester Waltraud verabschiedeten. 

Im Anschluss an die Domführung stärkten wir uns auf dem Domplatz in der Sonne, und gingen dann weiter zum Aussichtspunkt, wo man vom Domfelsen herab auf die Lahn schaut. Dann gab es in der Altstadt noch für jeden ein Eis. Anschließend besichtigten wir die Stadtkirche St. Sebastian mit ihrem verzierten Innenraum aus der Zeit des Barock, und kamen beim Stadtbummeln noch an verschiedenen interessanten Gebäuden vorbei, wie z.B. den Gebäuden des bischöflichen Ordinariats. Dann war es auch schon Zeit, zum Bahnhof zurückzukehren für die pünktliche Heimreise. 

Uwe Groß hatte uns von seiner eigenen Weihe zum Diakon erzählt, die genau in diesem Dom stattgefunden hatte, und damit viele von uns sehr neugierig gemacht auf die bevorstehende Weihe von Sascha Schulz zum Diakon: So kann es gut sein, dass für manche der Teilnehmenden schon bald ein erneuter Besuch des Limburger Doms folgen wird, dann möglicherweise sogar mit aktivem Einsatz als Messdienerin oder Messdiener.

Gregor Deninger

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