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Bibelgarten im Juni: Maulbeerbaum

Gruß aus dem Bibelgarten
Bibelgarten im Juni: Maulbeerbaum
Bibelgarten im Juni: Maulbeerbaum

Solch ein Leben:
Voll an Farben,
Licht und Tönen,
reich an allem,
was dir deine Sinne
stets auf Neue füllt
und dich immer wieder
mit dem seligen Gefühl
von Glück berauscht,
solch ein Leben wünsch ich dir.

Christa Spilling-Nöker

Schwarzer Maulbeerbaum (Morus nigra)

Um köstliche, Brombeer-ähnliche, süße Früchte am Maulbeerbaum konkurrieren im Juni Elisabeth Kessels und die Vögel des Bibelgartens. Zu finden ist der Maulbeerbaum am Treppenaufgang von den Parkplätzen aus. Da die Maulbeeren unregelmäßig ausreifen, ist die Ernte schwierig. Im Mittelmeerraum werden die Früchte getrocknet und wie Rosinen gegessen.

In biblischer Zeit wurden fast alle Teile des Maulbeerbaumes genutzt. Das harte Holz eignet sich für Drechselarbeiten; der Bast unter der Rinde wurde zu Seilen gedreht und die Blätter dienten als Futter für Schafe. Für die Seidenraupenzucht eignen sich die Blätter des weißen Maulbeerbaumes.

Die Schwarze Maulbeere finden wir nur an wenigen Stellen in der Bibel erwähnt. Der Evangelist Lukas lässt Jesus sagen:

“Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.” (Lukas 17,5-6)

Der Glaube versetzt manchmal Berge … und Maulbeerbäume

Wer jetzt die Bibelstelle von Zacchäus auf dem Maulbeerbaum erwartet, wird enttäuscht. Es handelte sich um den Maulbeer-Feigenbaum, auf den Zacchäus stieg, um Jesus zu sehen. Dieser Baum (Sykomore) hat wegen seiner Ansprüche an ein tropisches Klima keine Chance im Bibelgarten zu gedeihen. Die feigenähnlichen Früchte wachsen in Büscheln direct am Stamm und an den Hauptästen. Die Früchte waren Nahrungsmittel der armen Bevölkerungsschicht und wurden auch an Tiere verfüttert. Damit die Maulbeerfeigen schneller reifen, hat man sie mit einem besonderen Messer angeritzt. Der Prophet Amos bezeichnet sich selbst als „Maulbeerfeigen-Ritzer“. Er macht damit deutlich, dass er zu den einfachen, armen Leuten gehört.

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