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LebensZeichen 13/2021

Wöchentliche Mitteilungen der Pfarrei St. Peter und Paul
LebensZeichen 13/2021
LebensZeichen 13/2021
Foto: Detlef Gottwald | www.detlef-gottwald.de © www.detlef-gottwald.de

Zeit(Geist)Zeichen

Ganz schön was los in unserer Kirche! Das beschäftigt natürlich auch das Pastoralteam. Bei einem virtuellen Kaffee tauscht sich Pfarrer Schmitt (KS) mit den Pastoralrefereninnen Brantzen (MB) und Jarzina (AJ) aus—und plötzlich geht es um Ostern und den Kern unseres Glaubens. In dieser Ausgabe der „LebensZeichen“ dürfen Sie exklusiv Mäuschen spielen und dem Gespräch sozusagen lauschen …:

KS: Hallo Ihr zwei! Habe gerade einen Artikel von Bischof Bonny aus Antwerpen gelesen. Hätte ich nicht gedacht, dass die gesamte belgische Bischofskonferenz den Vatikan wegen seines Verbots der Segnung homosexueller Partnerschaften so scharf angeht! – Und jetzt noch die Sache mit dem Erzbistum Köln!

AJ: Die Schärfe der Kritik find ich richtig. Niemand darf über Beziehungen urteilen und homosexuelle Liebe als „Sünde“ bezeichnen! Ausgerechnet die Institution, die jahre- und jahrzehntelang Missbrauch von Kindern zugelassen und vertuscht hat, darf sich sowas nicht anmaßen! Ich glaub, Jesus wäre das ganz anders angegangen … 

KS: Naja… Die Herren der Glaubenskongregation sehen es als ihre Aufgabe an, über die Lehre der katholischen Kirche zu wachen. Allerdings stellt sich Frage, ob nicht von Zeit zu Zeit die alten Entscheidungen der Kongregation nochmals neu bedacht werden müssten, sprich: neu bewertet werden müssten.

MB: Aber ganz bestimmt! Zeiten ändern sich! Es geht ja hier nicht um einen Trend oder so. Es geht darum, Menschen anzunehmen und wert zu schätzen, so wie sie sind und ihnen den Segen Gottes zuzusagen. Wir sollten wirklich ab und zu mal überlegen, was Jesus gemacht hätte. Und das sollten sich auch die fragen, die in der Kirche das Sagen haben. Es geht doch „nur“ um einen Segen. Wie kann man sich da als Richter sehen, wer Segen verdient hat und wer nicht? Das ist doch unglaubwürdig!

AJ: Find ich auch. Veränderungen sind nicht der böse „Zeitgeist“, der „uns vor sich her treibt“ Ich glaube ja, dass Zeitgeist etwas mit dem Heiligem Geist zu tun hat. Ich glaube: Gott gibt uns so Zeichen -
und die sollten wir nicht verpassen oder als „Zeitgeist“ abtun!

MB: Jesus hat ja selbst dazu aufgerufen, die Zeichen der Zeit zu verstehen und zu deuten (Lk 21, 29-32). Für „die Kirche“ gilt jetzt genau das! Die Leute laufen uns davon. Ich werde auch langsam ungeduldig.
Ich habe so große Hoffnungen in den synodalen Weg gesetzt. Also: What would Jesus do? Ganz bestimmt nicht, den Menschen Liebe, Wertschätzung und Segen versagen!

KS: Nein, Jesus hat ja nun wirklich durch seinen Tod am Kreuz in völlig unüberbietbarer Weise gezeigt, wie sehr er alle Menschen liebt. Jesus war schon sehr früh klar, dass er vieles erleiden muss. Ich frag mich manchmal: Warum bloß? Warum gehören Erlösung und Sterben zusammen? Warum muss das sein, bevor das Wort von der Auferstehung fällt? Warum musste das so sein, warum muss das immer noch so sein, dass Gutsein, Helfen, Heilen so oft Widerstand hervorrufen?

AJ: Ganz ehrlich: Da muss ich an die Geburten unserer Kinder denken. Denn seitdem ist mir sonnenklar, dass Neues nicht ohne Schmerzen auf die Welt kommt. Mutter werden bedeutet auch: Das alte Leben komplett aufgeben, damit neues Leben wächst. Das ist für mich ein gutes Bild für Ostern. Überall in der Natur ist es so: Erst Sterben, dann Wachsen. 

MB (singt): „… das Weizenkorn muss sterben, sonst bleibt es ja allein… Geheimnis des Glaubens: im Tod ist das Leben…

KS: Stimmt. Das genau ist doch Ostern: Wir brauchen keine Angst vor Veränderung oder Neuem zu haben, auch als Kirche nicht. Auch wenn es vielleicht weh tut, wenn wir viel aufgeben und loslassen müssen, kann es nur gut ausgehen, weil Gott immer mit uns ist.

AJ: Apropos Kinder: Ich müsste mich dann so langsam wieder meinen hausfraulichen Pflichten widmen… Aber lasst uns das Gespräch gerne bei Gelegenheit fortführen!

Sie sehen: So kann man auch mit sogenannte „Aufregerthemen“ umgehen: An Jesus ausrichten und dadurch versuchen, dem gemeinsamen Glauben noch tiefer auf die Spur zu kommen…

OsterZeichen

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Gedanken zu Ostern mitzuteilen. Wir haben schon einmal begonnen (siehe weiter unten) und Sie können gerne mitschreiben. Sie brauchen dazu einen Internetzugang. Teilen Sie mit uns und miteinander, was Ostern FÜR SIE bedeutet. Tippen Sie bitte in die Adresszeile www.menti.com. Sie werden gebeten, einen Code einzugeben, dieser lautet: 6170 3528. Dann können Sie zwei Begriffe eingeben: „Ostern ist für mich…“. (Bitte auf zwei beschränken, sonst sprengt es die technischen Möglichkeiten.)

Sie haben bis Gründonnerstag Zeit, Ihre Begriffe einzugeben. Unter folgendem Link können Sie (auch später noch) sehen, welche Wörter von den Teilnehmenden eingegeben wurden:
https://www.mentimeter.com/s/94a3da4f91bb46179fd4f5818b93f619/a24c206e3431

Viel Spaß!

Aufbruch in der Kirche

Um Aufbruch in der Kirche zu beten
ist ganz schön gefährlich:
Da geht etwas kaputt, es kann wehtun, entstellt,
es geschieht etwas ganz und gar ungeordnet.
Nichts bleibt, wie es ist,
es geht nicht so glatt weiter, wie es bislang war,
auch Dreck kann sich ansammeln…
Aufbruch—
rechne mit dem Unberechenbaren,
wenn du für unsere Kirche betest.
Und glaube daran:
Neues Leben ist möglich!

Monika Dittmann (Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

VirtuellZeichen

Die Gottesdienste an Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht werden live aus St. Peter und Paul gestreamt. Sie können sie im Internet auf dem YouTube-Kanal des Kirchorts Herz Jesu, Wiesbaden unter folgendem Link mitfeiern: www.youtube.com/channel/UCy5PmRF7cSO668ATDk4yb5A.

ZeitZeichen

Hochfest der Auferstehung des Herrn und 2. Sonntag der Osterzeit

Melden Sie sich zum Gottesdienstbesuch vorab bis donnerstags 15:00 Uhr an: im Zentralen Pfarrbüro (0611/8904390, st.peterundpaul@bistumwiesbaden.bistumlimburglimburg.de). Sollten Sie leider keinen Platz mehr bekommen, versuchen Sie es bitte an einem weiteren Kirchort.

Gründonnerstag, 1. April 2021:

18:00 Uhr    St. Josef, St. Klara (Tischmesse)
19:00 Uhr    St. Peter und Paul, St. Georg und Katharina
20:00 Uhr    St. Kilian (dt.-kroat.), St. Hedwig, Herz Jesu

Karfreitag, 2. April 2021: 

10:00 Uhr    St. Georg und Katharina (Kinderkreuzweg)
15:00 Uhr    St. Peter und Paul, St. Marien, St. Hedwig, St. Klara, Mariä Heimsuchung, St. Josef, St. Kilian, St. Georg und Katharina

Karsamstag, 3. April 2021: 

08:00 Uhr    Herz Jesu (Karmette)
21:00 Uhr    St. Peter und Paul, St. Marien, Herz Jesu (Wort-Gottes-Feier), St. Kilian, St. Hedwig (Wort-Gottes-Feier), St. Georg und Katharina, St. Klara
23:30 Uhr    St. Kilian (kroat. Gemeinde)

Ostersonntag, 4. April 2021: 

09:30 Uhr    St. Josef, St. Kilian (Wort-Gottes-Feier für Familien), Herz Jesu, St. Peter und Paul
11:00 Uhr    St. Hedwig, Mariä Heimsuchung
12:00 Uhr    St. Kilian (kroat. Gemeinde)

Ostermontag, 5. April 2021: 

09:30 Uhr    St. Peter und Paul, St. Georg und Katharina
11:00 Uhr    St. Marien, St. Klara

Vorabendmesse am 10. April 2021: 

18:00 Uhr St. Josef, St. Klara, St. Kilian, St. Georg und Katharina

Sonntagsmessen am 11. April 2021: 

09:30 Uhr    St. Peter und Paul, Herz Jesu mit Erstkommunion
11:00 Uhr    Mariä Heimsuchung, St. Marien, St. Hedwig
12:00 Uhr    St. Kilian (kroat. Gemeinde)

Das durchgängige Tragen einer medizinischen Maske, wie OP-Maske oder FFP2 Maske in der Kirche ist Pflicht.

Bitte halten Sie den vorgeschrieben Abstand ein. Gemeindegesang und Mundkommunion sind derzeit nicht möglich.

Notfallhandynummer für Versehgänge und Krankensalbung: 0177-4110753

Das Zentrale Pfarrbüro ist aufgrund des Lockdowns für den Publikumsverkehr geschlossen, aber weiterhin besetzt. Bitte melden Sie sich mit Ihrem Anliegen, bzw. zur Terminvereinbarung in persönlichen Fragen telefonisch (0611 / 89 04 39 0) oder per E-Mail: st.peterundpaul@bistumwiesbaden.bistumlimburglimburg.de

Laden Sie sich hier die Lebenszeichen 13/2021 herunter

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