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LebensZeichen 2

Wöchentliche Mitteilungen der Pfarrei St. Peter und Paul
LebensZeichen 2
LebensZeichen 2
© Christina Kahlen-Pappas

VorZeichen

© Philippe Jaeck

Liebe Schwestern und Brüder,

nachdem im letzten LebensZeichen schon ein Bericht über meine Diakonenweihe erschienen ist, möchte ich mich jetzt persönlich an Sie wenden. Seit September 2019 war ich als Pastoralpraktikant in der Pfarrei St. Peter und Paul und wurde nun am Pfingstsonntag zusammen mit vier anderen Priesterkandidaten von unserem Bischof Dr. Georg Bätzing zum Diakon geweiht. Die Weihe war ursprünglich für Ende März geplant, musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Ich bin glücklich, dass die Weihe nun unter den bekannten Auflagen auf sehr schöne Weise im Limburger Dom stattfinden konnte.

Ich bedanke mich herzlich bei Ihnen für alle Gratulationen und Segenswünsche, die mich erreicht haben; besonders danke ich für jedes begleitende Gebet. Als Diakon bin ich nun für ein Jahr in der Pfarrei, bis ich am Tag vor Pfingsten 2021 zum Priester geweiht werde und im Sommer nächsten Jahres eine andere Stelle als Kaplan antreten werde – wenn nun alles nach Plan läuft. Solange bin ich erst einmal hier und werde Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, Predigten und sonstige Aufgaben in der Pfarrei übernehmen – beispielsweise das LebensZeichen für diese Woche. Ich freue mich auf diese Zeit, auf die Gespräche und die Begegnungen mit Ihnen! 

Herzlich,
Ihr Diakon Matthias Böhm

 

WegZeichen

Am Donnerstag der vergangenen Woche haben wir das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, Fronleichnam, gefeiert. Auf das, was diesen Tag äußerlich auszeichnet, nämlich eine schöne und festliche Prozession, bei welcher der Leib Christi in der Monstranz durch die Straßen getragen wird, mussten wir dieses Jahr jedoch verzichten, und auch die Gemeinschaft und der Austausch auf einem schönen Pfarrfest im Anschluss waren uns aufgrund der nötigen Corona-Maßnahmen nicht vergönnt.

Auf dem Foto sehen Sie daher zwar eine Monstranz, doch nicht wie gewohnt. Durch die Scheiben in der Mitte hindurch, zwischen denen sich eigentlich gut sichtbar die Hostie, das Allerheiligste, befinden würde, ist etwas anderes zu sehen: ein Hochhaus mit Wohnungen. Was soll das? Mich regt dieses Foto dazu an, nach dem zu fragen, was nicht zu sehen ist: Welche Menschen wohnen hinter den Fenstern? Welches Leben führen sie? Was machen diese Menschen? Welche Sicht der Dinge haben sie? Welche Bedürfnisse, welche Wünsche, welche Sorgen, treiben sie um? Welche Freude bewegt sie?

Das Foto macht deutlich, dass das Fragen nach dem Wohl meines Mitmenschen in Verbindung mit der Eucharistie steht. Die Beziehung zu Gott, dem ich in einzigartig dichter, persönlicher Weise in der Gestalt der Hostie begegnen darf, und die Beziehungen zu meinen Mitmenschen – zumindest zu meinen Schwestern und Brüdern im Glauben – stehen nicht verbindungslos nebeneinander, vielmehr ist ihr Zusammenhang untrennbar. Der Apostel Paulus schreibt dazu: „Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.“ (Lesung an Fronleichnam, 1 Kor 10, 16-17)

Und als Jesus gefragt wird, welches das wichtigste Gebot sei, antwortet er: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mt 23, 37-39). Diese Liebe kann er fordern und ich kann es erfüllen, weil er mir zuerst seine Liebe schenkt – er schenkt sie als Eucharistie, dem „Sakrament der Liebe Gottes“, wie sie im Fronleichnamslied genannt wird. Das darf ich empfangen und annehmen als Geschenk für mein Leben, davon darf ich zehren – und mein Blick für die anderen Menschen wird sich dadurch ändern.

Diakon Matthias Böhm

StartZeichen

© Bistum Limburg

Die rund 52.000 Katholiken in Wiesbaden haben eine neue Vertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit: In der konstituierenden Sitzung der Stadtversammlung der Wiesbadener Katholiken haben die Delegierten den Theologen Dr. Peter-Felix Ruelius für die kommenden vier Jahre zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin ist die Journalistin Christina Kahlen-Pappas. Beide kommen aus unserer Pfarrei St. Peter und Paul und sind Mitglieder im Pfarrgemeinderat.

Glückwunsch und alles Gute für die Arbeit im Stadtsynodalrat!

ZeitZeichen

12. Sonntag im Jahreskreis

Vorabendmessen am 20. Juni 2020:

18:00 Mariä Heimsuchung, St. Kilian, St. Klara
18:00 Herz Jesu: Wortgottesfeier

Sonntagsmessen am 21. Juni 2020:

09:30 St. Peter und Paul, St. Georg und Katharina, St. Josef
11:00 St. Hedwig, St. Marien

Melden Sie sich für die Gottesdienste bitte bis spätestens Donnerstag, den 18.06.2020 um 15:00 Uhr im Zentralen Pfarrbüro an unter der Nummer : 0611 890439-0 oder per Mail: st.peterundpaul@bistumwiesbaden.bistumlimburglimburg.de

In den Hl. Messen gibt es zurzeit keinen Gemeindegesang und keine Mundkommunion. Die Zelebranten und unsere Kirchenmusiker bemühen sich aber um eine schöne und würdige Feier. Bitte legen Sie eine Mund-Nasen-Maske an, bis Sie Ihren Sitzplatz eingenommen haben und wieder, sobald Sie ihn verlassen, auch zum Kommuniongang. Bitte halten Sie den vorgeschrieben Abstand ein und desinfizieren Sie sich am Eingang die Hände. Wenn Sie Erkältungssymptome oder Fieber haben, ist eine Teilnahme nicht möglich. 

Falls Sie die Hauskommunion bekommen möchten, geben Sie uns gerne Bescheid.

Auf unserer Homepage finden Sie für die Sonntage auch weiterhin Wortgottesdienste als Video, am Sonntag, den 20.6., aus St. Klara.