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LebensZeichen 14

Wöchentliche Mitteilungen der Pfarrei St. Peter und Paul
LebensZeichen 14
LebensZeichen 14
© St. Peter und Paul Wiesbaden-Schierstein

LebensfrohZeichen

Des solln wir alle froh sein, …

Was ist Ihr Lieblings-Osterlied? Ich bin diesbezüglich recht traditionell und schwärme für das wahrscheinlich älteste deutsche Kirchenlied und eines der gewaltigsten Zeugnisse der Osterbotschaft: Christ ist erstanden von der Marter alle. Wie oft habe ich dieses Lied mit meiner Oma aus deren altem Gesangbuch aus dem Jahr 1931 geschmettert. Jetzt, beim Schreiben, liegt es neben mir, und ich blättere vorsichtig in den abgegriffenen Seiten. Es ist dort das ERSTE Lied des Festkreises Ostern, Nr. 48, mit der Überschrift: Osterzeit – Erlösungsfreude.

© Kreuz-Installation, Kirchplatz St. Peter und Paul; Idee und Durchführung: Elisabeth Kessels, Christina Kahlen-Pappas, Heidi Grella, Stefanie Gunkel und Maeve Asple-Frerichs Foto: Annerose Sterzel

Und so ist es geblieben, es hat seine Strahlkraft im Laufe der Geschichte nie verloren: Einige Gesangbuchneuauflagen sind mittlerweile erschienen, neue Gesänge wurden darin aufgenommen, andere herausgestrichen, aber in allen ist es das ERSTE abgedruckte Osterlied. Die Entstehungszeit ist noch nicht ganz geklärt; jedoch bereits ab dem 12. Jahrhundert, lange bevor es gedruckte Gesangbücher gab, haben Christen dieses Lied immer wieder angesstmmt. Auch Martin Luther schwärmte davon: „Aller Lieder singt man sich mit der Zeit müde, aber das „Christ ist erstanden“ muß man alle Jahre wieder singen.“ (Zitat).

Die Melodie ist im Spannungsfeld zwischen Moll (traurig, getragen) und Dur (fröhlich, heiter) geschrieben, und mit knappen Worten besingt es das Ostergeheimnis: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Es verkündet die Zusage, dass das Leben über den Tod ein für alle Mal siegt. Aber es vergisst nicht, was der Auferstehung voraus ging: Verrat und Verhaftung, Verspottung, Geißelung, Kreuzigung, Tod. All die Marter, die Jesus auf sich nahm.

Sieg des Lebens über den Tod, Sieg des Guten über das Böse – das entspricht leider nicht immer unserer Lebenserfahrung. Oft setzen sich Egoismus und Ellbogen durch. Immer noch werden Menschen ausgegrenzt, unterdrückt, missbraucht, übersehen, vernachlässigt, angespuckt, verlassen, heimatlos gemacht, verabscheut, lächerlich gemacht, … ans Kreuz genagelt, auch hier bei uns.

Doch wenn ich wirklich glaube und darauf vertraue, dass Jesus das Kreuz – den Tod überwunden hat, dass er wahrhaftig auferstanden ist, dass er uns vorausgegangen ist, dass auch wir auf das ewige Leben bei Gott hoffen dürfen, dann hat der Tod seinen Schrecken verloren. Sicher, Gott erspart mir nicht Leid, Schmerz, Trauer, aber er zeigt mir eine Perspektive, auf die ich hoffen darf.

Nicht zufällig steht im letzten Buch der Heiligen Schrift (Offenbarung des Johannes, 21,3b): „Gott selbst wird bei den Menschen wohnen. Und er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ Wenn das kein Grund zur Osterfreude ist: Jubeln Sie mit in diese frohmachenden Worte: Halleluja, des solln wir alle froh sein!

Ihre Annerose Sterzel

LebenswünscheZeichen

Osterwünsche

Im allem Werden und Vergehen
In allem, was auch kommen mag,
begleite uns die tröstliche Zusage
der Treue des Auferstandenen.

In allen Höhen und Tiefen,
in allen Licht- und Schattenseiten,
beseele uns der schöpferische
Atem des Auferstandenen.

In allen Gewinnen und Verlusten,
in Gesundheit und Krankheit
berühre uns die heilende Krft
der Nähe des Auferstandenen.

In allen Anfängen und Abschieden,
im Glück und im Unglück
erfülle uns die verwandelnde
Hoffnung des Auferstandenen.

In allem, was geschieht,
begegne und segne uns
ein Zeichen jenes wahren Lebens,
das der Auferstandene uns verheißt.

Paul Weismantel

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors

© Andrea Neumann

ZeitZeichen

3. Sonntag der Osterzeit

Melden Sie sich zum Gottesdienstbesuch vorab bis donnerstags 15:00 Uhr an: im Zentralen Pfarrbüro (0611/8904390, st.peterundpaul@bistumwiesbaden.bistumlimburglimburg.de). Sollten Sie leider keinen Platz mehr bekommen, versuchen Sie es bitte an einem weiteren Kirchort.

Vorabendmessen, 17. April 2021:

18:00 Uhr    St. Hedwig, Mariä Heimsuchung, Herz Jesu, St. Marien

Sonntagsmessen, 18. April 2021: 

09:30 Uhr    St. Peter und Paul, St. Josef, St. Georg und Katharina, St. Kilian
11:00 Uhr    St. Klara
12:00 Uhr    St. Kilian (Eucharis!efeier der kroatische Gemeinde)

Das durchgängige Tragen einer medizinischen Maske, wie OP-Maske oder FFP2 Maske in der Kirche ist Pflicht.

Bitte halten Sie den vorgeschrieben Abstand ein. Gemeindegesang und Mundkommunion sind derzeit nicht möglich.

Notfallhandynummer für Versehgänge und Krankensalbung: 0177-4110753

Das Zentrale Pfarrbüro ist aufgrund des Lockdowns für den Publikumsverkehr geschlossen, aber weiterhin besetzt. Bitte melden Sie sich mit Ihrem Anliegen, bzw. zur Terminvereinbarung in persönlichen Fragen telefonisch (0611 / 89 04 39 0) oder per E-Mail: st.peterundpaul@bistumwiesbaden.bistumlimburglimburg.de

Laden Sie sich hier die Lebenszeichen 14/2021 herunter

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