Ausgabe 02/2026
LebensZeichen 02/2026
WinterZeichen
Liebe Leserin! Lieber Leser!
Der Verstand weiß: Wir brauchen sie alle, die Jahreszeiten. Unser Leben kommt nicht ohne die eine oder andere aus. Alles braucht, seine Zeit, um zu wachsen, zu reifen, blühen, zu sein, aber auch zu welken, zu sterben und zu ruhen.
Wir wissen auch, dass alle Jahreszeiten für jeden von uns positive und negative Seiten haben; je mehr oder weniger bedingt durch unsere eigenen Bedürfnisse und Vorlieben. Wenn wir den Jahreskreis als Zyklus betrachten, können wir dies auch auf unser Leben im Allgemeinen und dessen verschiedene Phasen anwenden. Das gilt für das Leben in den verschiedenen Altersstufen, das gilt aber auch für andere Zyklen in unserem Leben. Frühling, Sommer, Herbst und Winter können beispielsweise metaphorisch auch für Phasen in unserem Leben stehen, in denen Dinge reifen, zur Blüte kommen, in dieser stehen oder auch zu Ende gehen und begraben werden. Winter kann daher eine Zeit des Stillstands, der Trauer, der großen Fragezeichen, aber auch der Ruhe, Reflexion und Besinnung sein. Wenn wir an einen Punkt kommen, wo plötzlich Bewährtes und Gewohntes in Frage steht, unsere Identität zu schwimmen beginnt und jeder Schritt unsicher ist, merken wir, was es denn ist, dass uns trägt in unserem Leben. Da werden wir dankbar für die Menschen, die uns aushalten in unserer Klage, in unserem Schwanken, in unserer Hilflosigkeit und Sorge. Da spüren wir wie großartig es ist, getragen zu sein von dem Glauben an einen Gott, der der „Ich bin da“ ist und der uns bedingungslos annimmt und liebt wie wir sind. Und wenn wir uns dann mit Gottes Hilfe und der Hilfe besonderer Menschen, nach oben oder vorne kämpfen Schritt für Schritt, kommen sie wieder diese Momente, wo Ballast abfällt und wir die Sonne spüren.
„Und dann ist da der Moment, mitten im Winter, die Sonne scheint und ich fühle: Gott, es geht mir gut. Danke dafür.“
Für den Winter, dem, der mit seiner Kälte gerade unser Land überzieht, und dem, in dem Sie vielleicht persönlich gerade stehen, wünsche ich Ihnen, dass Sie immer wieder solche kleinen Licht– und Hoffnungsmomente haben.
Mit besten Grüßen und Wünschen für das gerade begonnene Jahr,
Ihre Juliane Schaad, Pastoralreferentin
GottesdienstZeichen
LiturgieZeichen
3. Sonntag im Jahreskreis
Vorabendmessen Samstag, 24. Januar 2026
| 18:00 Uhr | St. Kilian (Pfr. Ginter); St. Klara (Pfr. Schmitt); St. Josef (n. N.), St. Georg und Katharina (Kaplan Zachmielewski) |
Sonntag, 25. Januar
| 09:30 Uhr | St. Peter und Paul (P. Scheloske); Herz Jesu - Kapelle (Pfr. Ginter) |
| 11:00 Uhr | St. Hedwig (n. N.); St. Marien (Pfr. Ginter); Mariä Heimsuchung (Pfr. Schmitt) |
| 12:00 Uhr | St. Kilian (Kroatische Gemeinde P. Kristian) |