Ausgabe 07/2026

LebensZeichen 07/2026

Wöchentliche Mitteilungen der Pfarrei St. Peter und Paul.

FastenzeitZeichen

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei…“ heißt es in dem bekannten Lied von Jupp Schmitz und Hans Jonen aus dem Jahr 1953.

Für viele ist die „wichtigste, die fünfte Jahreszeit“ nun wirklich vorbei. Der Rummel der Fastnachtstage, die ausgelassene Stimmung, das Feiern und die Unbekümmertheit sind nun wirklich passé.

Die Kostüme wurden wieder für das nächste Jahr verpackt, die Fastnachtsdeko weggeräumt und die Reste der Fastnachtsparty entsorgt.

Ja, Fastnacht ist vorbei – und alles ist aus. Aber so ganz stimmt das ja nicht. Denn wie heißt es so schön: „Wenn eine Tür sich schließt, dann geht eine andere auf“.

Fastnacht ist vorbei, aber die Fastenzeit beginnt jetzt erst. Sie steht ganz am Anfang. Am vergangenen Mittwoch ist sie mit dem Aschermittwoch gestartet. Gut, die Fastenzeit steht für etwas anderes als die Fastnachtszeit. Es geht nicht um Spaß, Party und Ausgelassenheit. Vielmehr geht der Blick nun nach innen. Ich kann in der Fastenzeit einmal den Blick auf mich und „mein Inneres“ werfen, meine Beziehung zu Gott und mein Verhältnis zu meinen Mitmenschen bedenken. Und das muss gar nicht unbedingt negativ sein. Bestimmt finden wir viele gute Dinge, die wir in unserem Leben tun. Aber es gibt bestimmt auch Dinge, die noch ausbaufähig, noch unvollendet oder in Planung sind. Diese Dinge gilt es zu „bergen“. In der Fastenzeit können wir unser Leben betrachten und die „Weichen“ neu und anders stellen. Dort, wo mir etwas den Weg verstellt, zu mir selbst, zu Gott oder zu meinen Mitmenschen, dort kann ich anfangen nach einer „alternativen Route“ zu suchen. Vielleicht muss ich dabei ein Stück des Weges zurückgehen, vielleicht muss ich einen Umweg laufen oder mich auf eine andere Strecke einlassen. Das ist nicht immer einfach und oft auch unbequem, aber es bringt mich näher an mein Ziel. Es zeigt mir auf dem Weg Dinge, die ich vielleicht sonst nie gesehen oder wahrgenommen hätte. Ich komme mit anderen Menschen in Kontakt, erlebe neue Situation oder gewinne andere Erfahrungen, die ich sonst nie gemacht hätte.

Das ist ganz schön spannend und es erweitert meinen Horizont. Sich in der Fastenzeit einmal auf etwas Neues einzulassen, andere Erfahrungen zu sammeln und sich mit sich selbst zu beschäftigen ist dann vielleicht gar nicht so schlimm und anstrengend wie wir uns das vor-gestellt haben. Und wer weiß, vielleicht bleibt ja das ein oder andere auch über die Fastenzeit bestehen und wird zum Alltagsbegleiter.

Ja, die Fastnachtszeit ist vorbei, aber nun beginnt etwas Neues.

Eine gute, spannende und gewinnbringende Fastenzeit wünscht Ihnen,

Tina Reschreiter

BibelZeichen

Vielleicht haben Sie sich ja auch für die Fastenzeit vorgenommen etwas mehr in der Bibel zu lesen und auf Gottes Wort zu hören. Hier finden Sie deshalb nochmal das Evangelium vom ersten Fastensonntag aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt, 4,1—11).

In jener Zeit wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel versucht werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.

Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird.
Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.

Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.

Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.

Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.

Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen. Darauf ließ der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.

LiturgieZeichen

2. Fastensonntag

Vorabendmessen Samstag, 28. Februar 2026

18:00 Uhr St. Hedwig (P. Joy); Mariä Heimsuchung (Pfr. Ginter); Herz Jesu (Kpl. Schuh); St. Marien (Pfr. Schmitt)

Sonntag, 1. März, 2. Fastensonntag

09:30 Uhr St. Peter und Paul (P. Joy) „Anderer Sonntag“ anschließend Coffee-Stop, Eine-Welt-Laden; St. Josef (Pfr. Ginter); St. Georg und Katharina (Kpl. Zachmielewski); St. Kilian (Kpl. Schuh)
11:00 Uhr St. Klara (Pfr. Schmitt)
12:00 Uhr St. Kilian (Kroatische Gemeinde P. Kristian)


Notfallhandynummer für Versehgänge und Krankensalbung: 0177/4110753 (Dienstag bis Sonntag, 9 bis 16 Uhr)

Laden Sie hier die aktuelle Ausgabe herunter

Zum Anfang der Seite springen