Ausgabe 08/2026

LebensZeichen 08/2026

Wöchentliche Mitteilungen der Pfarrei St. Peter und Paul.

Barmherzigkeitszeichen

„Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen:

Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." (Matthäus 25, 34-40)

Das Evangelium insgesamt ist keine leichte Kost, wenn wir es ernst nehmen. Jesus fordert uns heraus; mit diesem Abschnitt besonders. Das hab ich gemerkt, als an Aschermittwoch unerwartet meine Kollegin mit einem Backpacker aus einem unserer Nachbarländer in der Tür stand. Der Herr hat kurzfristig einen kostenlosen Schlafplatz für diese Nacht gesucht. Er war auf der Durchreise und hat gefragt, ob wir eine Unterkunft für ihn haben oder jemanden kennen, der ihn aufnehmen könnte. Ich war in Gedanken mit etwas ganz anderem beschäftigt, hatte gleich darauf einen Termin, musste weg und hatte gar keine Lust mich damit auseinander zu setzen, wie wir jetzt dieses Problem lösen können. Und das auch noch auf Englisch und mit Händen und Füßen. Sein Problem - war mein erster Impuls. Warum fordert ein wild fremder Mensch von mir, dass ich jetzt alles stehen und liegen lasse und dafür sorge, dass er einen Platz im Warmen hat?! In dem Moment ist mir keine Person eingefallen, die da helfen könnte.

(Hinterher ist mir dann leicht eine Lösung in den Kopf gekommen und ich habe mich geärgert.) Wir haben ihm einen Lebensmittelgutschein gegeben und weiter geschickt. Wir sind doch die von der Kirche, wir müssen ihm doch helfen?! Die von der Kirche, die von der Caritas. Das zeigt eine Tendenz, die ich in einer Gesellschaft feststelle, die Hilfe für andere mehr und mehr professionalisiert hat. Da bin doch nicht ich für zuständig. Das müssten doch eigentlich die oder die oder die machen ... Jesus fordert uns heraus, wenn er zu uns sagt: Nein, genau Du bist dran, Du als Christ, als Mensch. Dich habe ich gefragt. Was ist, wenn dieser Mann Jesus war und ich habe ihm zwar etwas gegeben, aber eigentlich nur als Alibi, weil ich in dem Moment nicht bereit war, Zeit, Energie und Liebe in das zu investieren, was er erfragt hat?!

In unserem Fastenplakat gibt es das Feld „Raus aus der Komfortzone". Da dran zu bleiben, eine Lösung zu suchen und zu finden, hätte mich aus meiner Komfortzone geführt. Genau das ist auch Fastenzeit; und festzustellen, dass ich „Gutes unterlassen habe" ebenso. Das reflektieren der eigenen Worte und Taten hilft uns das nächste Mal besser zu reagieren und das zu geben, was ich wirklich geben kann. Und ja, die Beichte hilft auch. Denn ich bin davon überzeugt, dass Gott möchte, dass wir unser Leben reflektieren, umkehren und besser werden, aber er will auch, dass wir Fehler hinter uns lassen und neu anfangen. Dann können wir voller Freude Ostern feiern.

Herzliche Grüße, Juliane Schaad, Pastoralreferentin

HilfeZeichen

Üntersütze auch Du:

Stromaggregate (ca- 300 € / Stück) und den Transport in die Ukraine

„täglich 17 bis 20 Stunden OHNE Strom heißt: kein Wasser, keine Heizung“
Vasyl Savka, Kolping Ukraine

Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger
Stichwort „Ukrainehilfe Sromaggregate“
IBAN: DE64 7509 0300 0000 1477 70

www.kolpingstiftung.de

LiturgieZeichen

Bußgottesdienst am 1. März 2026, 15:00 Uhr St. Peter und Paul (Pastoralreferentin M. Brantzen)

3. Fastensonntag

Vorabendmessen Samstag, 7. März 2026

18:00 Uhr St. Josef (P. Joy); St. Klara (N.N.); St. Georg und Katharina (Pfr. Schmitt)

Sonntag, 8. März,

09:30 Uhr St. Peter und Paul (Kpl. Schuh); St. Kilian (P. Kristijan/Diakon Groß); Herz Jesu (P. Joy)
11:00 Uhr St. Hedwig (Pfr. Schmitt); Mariä Heimsuchung (P. Scheloske); St. Marien (P. Joy) Familiengottesdienst mit der Band HerzKlang, anschließend Info-Veranstaltung und Mittagessen
12:00 Uhr St. Kilian (Kroatische Gemeinde P. Kristian)


Notfallhandynummer für Versehgänge und Krankensalbung: 0177/4110753 (Dienstag bis Sonntag, 9 bis 16 Uhr)

Laden Sie hier die aktuelle Ausgabe herunter

Zum Anfang der Seite springen